Björk – Homogenic

Album 4/52

Eines vorneweg: Ich kenne von Björk wenig bis gar nichts. Für mich war sie bisher vor allem die berühmte, irgendwie weirde Sängerin aus Island. Und weird ist hier tatsächlich das Stichwort. Es beginnt schon beim Cover: Warum ist sie als Geisha inszeniert? Der Opener „Hunter“ ist dann ebenso weird. Irgendwie packend, aber gleichzeitig völlig unzugänglich, zumindest für mich. Björk singt hier kaum im klassischen Sinn, sie rezitiert eher. Die harten Electronica-Beats tragen den Song, während ihre Stimme sich um sie herumwindet. Das fordert Aufmerksamkeit, macht es aber auch anstrengend. Das absolute Highlight ist für mich „Bachelorette“ – der zugänglichste Song des Albums. Hier trägt die Melodie, der Song hat eine klare emotionale Linie.
Nach mehrmaligem Hören hat es dann tatsächlich „Klick“ gemacht. Ich mag dieses Experimentelle, dieses bewusst Sperrige, das Björk hier durchzieht. Ihr nordischer Akzent passt überraschend gut dazu und macht das Album trotzdem rund und eigenständig. Trotzdem fällt es mir schwer, über Homogenic zu schreiben. Beim ersten Hören konnte ich das Album nicht einmal am Stück durchhören . Ich habe drei versuche gebraucht. Das ist definitv kein Album für nebenbei. Genau deshalb weiß ich auch nicht, was ich dem Album geben soll. Homogenic ist kein Album, es ist eher ein Experiment. Was dabei herauskommt muss jeder für sich entscheiden. Deswegen auch die zweigeteilte Bewertung

** Lieblingssongs** – Hunter – Bachelorette – Joga – Alarm Call

Bewertung wenn es Klick macht: 7,51 Bewertung wenn nicht: ??

Review by @IdleHirn@federation.network #12Bücher52Alben #Projekt1252 #Musik