24 Lukianbriefe, 1. Athener

⫸ Lukianbriefe, 1. Athener

Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an die Lehre, die ich euch überliefert habe und in der steht: dass der Peregrinus gestorben ist vor aller Augen, nicht aus Schwäche, sondern aus Freiheit; dass er ins Feuer ging; und dass er nicht im Tode blieb. Denn er ist wieder erschienen, nicht als Leib, der Besitz verlangt, sondern als Zeichen gelöster Furcht. Er wurde gesehen bei der Stätte der Spiele, von Vielen zugleich, deren Zeugnis noch unter euch ist.

Wenn aber gesagt wird, der Tod sei das Ende, wie kann dann die Furcht überwunden werden? Ist Peregrinus nicht auferstanden, so ist unsere Rede leer, und ihr bleibt Knechte des Begehrens. Nun aber ist er auferstanden als Erster der Freien. Wie durch Anhaftung der Tod ist, so kommt durch Bedürfnislosigkeit das Leben. Nicht Fleisch wird erneuert, sondern das Ethos. Darum lebt nüchtern, verachtet den Schein, fürchtet weder Schmerz noch Verlust. Der Tod ist entmachtet, wo der Mensch nichts mehr braucht.

Illustration eines komplexen Feuerwerkseffekts auf dunklem Hintergrund. Im unteren Bereich schwebt ein kleiner Fallschirm, von dem eine feine Linie zu einer blaugrünen, kugelförmigen Explosion mit langen Strahlen führt. Darüber und seitlich davon sind zahlreiche rote, sternförmige Funken locker verteilt, sodass der Eindruck eines weiten, gestreuten Haupteffekts entsteht.

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