Ich mach mich dem Wind gleich.

Mal bin ich stet wie der Monsun, mal eine Bö. Sanft steiche ich über das, was ich durchziehe; vieles lasse ich hoch hinaufwirbeln. Ich helfe Drachen beim Steigen und Bäumen beim Brechen. Ich decke Dächer ab und treibe Schiffe voran. Meine Kraft gebe ich den Windmühlen im Vorüberziehen. So manche Flamme laß ich flackern und Funken weit fliegen.

Immer bin ich spürbar, immer bin ich überall. Nur festhalten kann mich niemand mehr.

Ich mach mich dem Wind gleich.

(Zuerst 2017 in meinem Hauptblog veröffentlicht.)