Ren – Vincent´s Tale
Album 7/52
Die 25 min kurze EP „Vincents Tale“ ist ein kleines Meisterwerk. Erzählerisch sehr dicht, knüpft sie an Rens frühere Werke wie „The Tale of Jenny & Screech“ in der Person des Polizisten Richard an.
Generell muss man sagen, dass es bei Ren nie vorrangig um Musik geht, sie dient eher als Hintergrund und Stimmungsbarometer für die Geschichten. Dabei ist die EP musikalisch ziemlich weit gestreut: Von Singer-Songwriter-Ästhetik über Hip-Hop-Elemente bis hin zu Punk und epischen Chören ist alles dabei. Dabei vermischt und vermengt er immer wieder die Genres. Musikalisch auf jeden Fall sehr interessant.
Was aber ziemlich in die Magengrube geht, sind die Texte. Schonungslos legt Ren gesellschaftliche Missstände offen, während er gleichzeitig tief in die Gefühlswelten seiner Protagonisten eintaucht. Die Figuren wirken menschlich, sind keine Archetypen oder Karikaturen. Die Art, wie er seine Texte vorträgt, erinnert ein wenig an Poetry-Slams oder Lyriklesungen. Nicht umsonst nennt er seine Musik „BardCore“.
Alles in allem bin ich ziemlich begeistert, auch wenn es meine Musikrichtung kaum bis wenig anspricht. Wer des Englischen mächtig ist und eine toll erzählte, düstere Geschichte hören will, ist hier genau richtig.
Lieblingssongs
The Bedroom
Starry Night Act 1 – Act 4
Bewertung: 9/10
Review by @IdleHirn@federation.network #12Bücher52Alben #Projekt1252 #Musik