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didit

Beim letztjährigen Chaos Communication Congress haben Marc-Uwe Kling und das Känguru eine hervorragende Idee kundgetan: den Digital Independence Day, kurz DID, oder besser den DUT, den Digitalen Unabhängigkeitstag.

Beitrag von Mark-Uwe Kling auf dem 39C3

Lebe den digitalen Unabhängigkeitstag – jeden ersten Sonntag im Monat

Der Wunsch ist dabei, sich regelmäßig am ersten Sonntag im Monat mit einem der Dinge oder einem Dienst zu beschäftigen. Einer Sache anzunehmen, die in den USA oder bei einem der Tech-Milliardäre verankert ist. Ihn zu lösen und auf einen verteilten freien Dienst, umzustellen oder einen, der in Europa beheimatet ist. Optimalerweise quelloffen (Open Source).

Der Umstieg geht (noch) nicht: mach +1

Wenn Du es nicht sofort schaffst, Dich von einem Dienst zu lösen, gibt es eine weitere Möglichkeit: Füge einen freien Dienst hinzu und veröffentliche die Inhalte zusätzlich auch dort (+1). Das heißt, Du bespielst den Milliardärsdienst und den freien mit den gleichen oder ähnlichen Inhalten. Das kostet nicht viel Aufwand, im Alltag.

Und so fällt der Wechsel später einfacher und andere Menschen, die bereits dort sind, können einfach teilhaben. Du profitierst von einer höheren Reichweite, lernst die neue Umgebung kennen und bekommst gutes Karma.

Feiere den Erfolg und gib damit an

Der zweite wichtige Punkt ist, darüber zu sprechen, zu schreiben, zu podcasten, zu bloggen, zu vloggen… Was auch immer. Sage, was Du geschafft hast, wie einfach es war, auf welche Hürden Du gestoßen bist…

Mit der Idee, dass sich die Leute und Medien davon inspirieren lassen und ins Tun kommen. Positive Verstärkung eben.

Stichworte verwenden

Wenn Du etwas publizierst, verwende etwa in den sozialen Netzwerken die Hashtags #DID #DUT #didit und #dutgemacht. Das schafft eine Verbindung der Beiträge untereinander und eine größere Sichtbarkeit des Ganzen.

Klein anfangen – und vor allem: ANFANGEN

In einem ersten Impuls fing mein Kopf an, große Listen zu verfassen und komplexe Anleitungen, was wir alles Tolles tun und umstellen können.

Doch darum geht es nicht! Es gibt tausende Anleitungen und Auflistungen im Internet, und doch passiert in der Gesellschaft recht wenig.

Die Dinge sind zu groß, zu kompliziert, zu mächtig, und der Alltag belegt uns sofort mit (vermeintlich) wichtigeren Dingen.

Hier setzt der #DID oder besser: #DUT an: Jeden ersten Sonntag im Monat eine Sache umstellen und dies öffentlich kundtun.

Je kleiner und unbedeutender wir anfangen, desto mehr Erfolgserlebnisse können wir mit der Aktion haben. Erfolge feiern, mit anderen und weitermachen.

Was ist klein genug

Mit den einfachen Dingen beginnen, die auch Eltern, Nichttechniker und vielleicht sogar Großeltern schaffen können. Etwas, das mal schnell in drei bis fünf Minuten schaffbar ist. Etwa die Startseite im Browser umstellen, eine andere Suchmaschine nutzen, einen anderen Browser oder ein anderes E-Mail-Programm einrichten.

Wenn Du unterfordert bist

Wem dann eines Tages langweilig wird, findet schnell Aufgaben, die mehr Zeit erfordern, mehr Überzeugungsarbeit oder mehr Grips. Ich denke da etwa an Familienchatgruppen, Chatgruppen von Kindergarten/Schule/Feuerwehr/Sportverein, Gruppen von Selbsthilfegruppen, die öffentlich überwacht in den USA über ihren Gesundheitsstaus diskutieren, digitale Zusammenarbeit und Videokonferenzen.

Gemeinsam Dinge erreichen

Bist Du motiviert, dann mach und motiviere andere. Aber überfordere sie nicht. Begeistere mit kleinen, schnellen Lösungen für mehr Privatspare, Datenschutz und digitale Unabhängigkeit von den BigTech und Milliardären.

#did #dut #didit #dutgemacht

— Autor: Valentin Lizenz: Creative-Commons BY 4.0

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