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from Papa-Spuren

„Papa? Musst du noch arbeiten?“ Die Frage, die der Große jeden Tag stellt, wenn ich ihn aus dem Kindergarten abhole. Seit einem Monat kann ich sagen: „Nein, ich habe Feierabend!“

Ich habe vor genau 4 Wochen mit meiner Elternzeit gestartet. Teilzeit mit 25 Stunden pro Woche, das heißt, 5 Stunden pro Tag arbeiten. Hört sich super entspannt an und ist es eigentlich auch. Ich habe aber einiges nicht bedacht.

Die Menge an Arbeit, die mir zugewiesen ist, bleibt erst einmal die gleiche. Nur weil ich Teilzeit habe, verringert sich nicht automatisch die Menge an anfallender Arbeit. Die muss nach und nach auf die Kollegen verteilt werden. Jetzt, nach einem Monat, spüre ich zum ersten Mal so etwas wie Entspannung nach der Arbeit, weil ich alles erledigt bekomme, was so anfällt.

Es war generell eine große Umstellung. Ich habe jetzt bald 20 Jahre ausschließlich Vollzeit gearbeitet. Unterbrochen nur von der 7-monatigen Elternzeit für den Großen. Da war ich aber komplett zu Hause. Teilzeit ist ein riesiger Unterschied. Ich hatte anfangs das Gefühl, gar nichts zu arbeiten. Später kommen, früher gehen! Das hat sich komisch angefühlt. Inzwischen habe ich mich gebessert und habe nicht das Gefühl, ständig Arbeitszeitbetrug zu begehen.

Ich gehöre zu den wenigen Vätern, die mehr als zwei Monate Elternzeit nehmen oder genommen haben. Ein noch kleinerer Teil geht in Teilzeit. Ich hatte ja schon [hier] (https://text.tchncs.de/papa-spuren/elternzeit-meine-erfahrung) darüber geschrieben. Die Väter, die Teilzeit arbeiten, machen ca. 9 % aller Teilzeitarbeitenden aus. Das ist erschreckend wenig. Immerhin hat sich der Anteil der Väter, die zumindest planen, Elternzeit Plus zu beantragen, 2024 auf über 20 % erhöht. Trotzdem gehöre ich quasi einer Minderheit an. Das wird auch überall für mich spürbar. Zum Beispiel beim Kinderarzt. Dort wurde mir ein Fragebogen ausgehändigt, auf dem ausschließlich die Mütter angesprochen werden. Väter wurden gar nicht erwähnt. Ein anderes Beispiel: Ich wurde überrascht von den (ausschließlich) anwesenden Müttern angeschaut, als ich mit der Kleinen zur Krabbelgruppe erschien. Irgendwie wurde ich gefühlt nur geduldet. Kein schönes Gefühl. Mütter aus dem Kindergarten vereinbaren Spieletreffen für den Großen ausschließlich mit meiner Frau, obwohl sie diejenige ist, die Vollzeit arbeitet.

Daran sieht man, wie tief es in unserer Gesellschaft verankert ist, dass die Väter arbeiten und die Mütter sich zu Hause um die Kinder kümmern.

Ich will mich nicht beklagen, schließlich bin ich ein (mehr oder weniger) weißer Cis-Mann. Ich weise trotzdem auf die existierenden Strukturen hin, die es Männern schwer machen, Familienmenschen zu sein.

Mehr Zeit mit dem Großen und der Kleinen ist auf jeden Fall vorhanden. Das macht mich einfach nur glücklich. Die beiden einpacken und zusammen Dinge erledigen wie einkaufen oder Pakete wegbringen, die Bibliothek besuchen und neue Bücher zum Leihen aussuchen oder einfach auf dem Spielplatz herumlungern und Sandkuchen backen. Und das alles ohne Zeitdruck. Fantastisch! Währenddessen bringt meine Frau die Brötchen nach Hause! Jackpot!

Das ist natürlich nicht ernst gemeint. Meine Frau und ich mussten uns auch erst eingrooven. Ich habe mich vor lauter schlechtem Gewissen am Anfang zu sehr in die Arbeit verbissen und meine Frau (sie ist die Beste) die ganze Hausarbeit und viel schlimmer auch die Care-Arbeit für die Kleine machen lassen. Ich war ein ziemlicher Arsch! Ein oder zwei Streits später hatten wir uns eingespielt. Eigentlich musste nur ich ruhiger werden und mir bewusst werden, dass die Arbeit auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden kann.

Ich freue mich auf die nächsten elf Monate und bin jetzt schon am Überlegen, ob ich überhaupt wieder in Vollzeit arbeiten möchte.

Wie handhabt ihr das bei euch? Wer ist in Teilzeit, wer Vollzeit? Was sind eure Erfahrungen?

 
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from M's logbuch

Das Internet. Unendliche Weiten. – Nein. Wir sind nicht im Vorspann von Star Trek. Du bist hier, warum auch immer, in meiner kleinen Ecke dieser “unendlichen Weiten” des Internets gelandet. Und wieder Nein: Ich werde jetzt nicht philosophisch, zumal mir das auch überhaupt nicht liegt.

Was ist das hier?

Nun, wie bereits oben erwähnt, ist das meine kleine Ecke, in der ich einen Dump meiner aktuellen Gedanken abladen werden. Wie wertvoll das sein wird kann ich nicht sagen. Jeder, der das lesen mag, wird hierüber wohl anders urteilen.

Was ich allerdings sagen kann ist, dass ich nun bereits knapp drei Jahrzehnte in diesem Neuland “Internet”, das niemals erfolgreich werden wird, unterwegs bin. Ich habe Blogs angefangen, dann aus vielen Gründen irgendwann wieder aufgegeben. Viele, mMn gute Texte sind dabei leider verloren gegangen. Um es abzukürzen: Meine Jugend prägte der Computer und die damals wohlklingenden Töne der Interneteinwahl – und damit auch mein späteres Berufsleben.

Ja und was ist DAS hier?

Meine Abladestelle. Eine Abladestelle für Gedanken und Ideen. Oder einfach nur ein Kommentar zu irgendeinem Thema, das ich gefunden habe. Wie oben bereits erwähnt: Ein Dump zum späteren Nachlesen oder erinnern. Den ein oder anderen mag es interessieren.

Ich suchte lange nach einem einfachen System. Wordpress ist zwar mächtig, aber für meine Zwecke zu überladen. Static site-Generatoren sind ganz sexy, allerdings nicht ganz so “mobil” (für das Schreiben unterwegs). Selbst Dokuwiki mit dem blog-Plugin hatte ich in der Vergangenheit sogar schon ausprobiert. War eigentlich gar nicht so schlecht. Vor ein paar Wochen hatte ich schließlich Haven entdeckt. Es bot eigentlich alles, was ich wollte:

  • einfache Weboberfläche
  • Markdown
  • kein Schnickschnak
  • simples Publishing
  • Open Source

Ich hatte zwar schon auf der Projektseite gelesen, dass es ursprünglich für private Zwecke und das Teilen von Inhalten in einem geschlossenen System geschrieben wurde. Aber ich hatte trotzdem irgendwie die Hoffnung, dass sich Posts bspw. über einen Schalter veröffentlich lassen würden. Dem war leider nicht so. Dennoch ein schönes System, das mir gut gefällt.

Nun, nach einem kurzen Abstecher zu Hugo (und der erneuten Erkenntnis, dass das einfach zu “unmobil” ist), habe ich auch eher durch Zufall Wirte Freely entdeckt. Ich probiere das auf meiner Heimatinstanz tchncs.de nun mal aus.

 
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from Der Emil

Tja. Wie komme ich damit zurecht, daß ich nicht mehr jeden Tag einen Blogbeitrag für den „Hauptblog” schreiben muß? Irgendwie vermisse ich die Routine noch immer – das war ja ein Fixpunkt, eine Herausforderung, ein Halt für mich. Ja, es gab auch schon Tage ohne; und doch habe ich mehr Beiträge geschrieben als Tage vergingen. Uff.

Gut, der Druck ist raus (es ist keine Pflicht mehr, und Pflicht war manchmal wirklich sehr anstrengend). Ich merke aber: Ganz zufrieden bin ich noch nicht. Werd ich vielleicht auch nie sein …

 
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from CRANE lab

3 & 4 juillet @ CRANE lab linktr.ee/cranelab « Rencontres Acousmatiques 2026 »

Le système auditif des êtres humains est conçu pour identifier et percevoir en trois dimensions les sons dans l'espace. A contrario d'une écoute stéréophonique où notre cerveau compense l'absence de la troisième dimension (verticalité), ce qui génère une fatigue, les dispositifs de diffusion 3D s'avèrent très proches de notre capacité à écouter naturellement l'espace monde. Re-naturalizing the loudspeaker listening experience The human auditory system is designed to identify and perceive sounds in three dimensions in space. Unlike stereophonic listening, where our brain compensates for the absence of the third dimension (verticality), which causes fatigue, 3D diffusing devices are very close to our natural ability to listen to the « espace monde ».


Bienvenue aux compositeurs, enseignants, ingénieurs du son et à tous ceux⋅celles intéressées par les débats sur ce thème et les diffusions des œuvres des compositeurs participants ! Le CRANE lab prendra en charge l'hébergement et les repas des participants. Nous pouvons aussi vous envoyer une lettre d'invitation officielle pour vous aider à financer vos frais de déplacements.

Welcome to composers, teachers, sound engineers, and anyone interested in discussions on this topic and diffusions of works by participating composers ! The CRANE lab will cover accommodation and meals for participants. We can also send you an official letter of invitation to help you finance your travel expenses.

Inscriptions / Registrations Deadline : March 29, 2026

Le programme des tables rondes et diffusions sera mis en ligne à la mi-mai

The program for the round tables and diffusions will be posted online in mid-May.


#cranelab #acousmatique #MusiqueAcousmatique #volumiphonie #3Daudio #spatialisation #acousmatic #AcousmaticMusic #volumiphony #MultichannelMusic #spatialization #AudioResearch

 
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from رضا حسین‌زاده

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِیم

در زمانیکه دارم این نوشته را می‌نگارم، کمی کمتر از دو هفته‌ست که اینترنت بین المللی، بجز گوگل و برای بعضی‌ها دیپ‌سیک و چت‌جی‌پی‌تی، بسته است. دیشب به ذهنم رسید این نوشته را در اعتراض به کمکاری مسئولین به تلاش برای حفظ امنیت کشور بنویسم. پس:

مسئولین محترم جمهوری اسلامی ایران؛

کاغذ و قلم‌ها را هم جمع میکردید!

ممکن بود «تروریست‌های مسلح» با کاغذ و قلم برای هم نامه بدهند و هماهنگ شوند برای عملیات ضدامنیت ملی کشور! حتی ممکن بود با همین کاغذ و قلم‌ها اعلامیهٔ ضدنظام بنویسند. حواستان نیست؟ دفعهٔ بعد کاغذ و قلم‌ها را از سطح کشور جمع کنید! در ضمن دستگاه‌های چاپگر هم فراموش نشوند.

جلوی فروش چاقو را بگیرید!

بخشی از این تروریست‌ها با چاقو جنایت مرتکب شدند. اصلا چه معنی دارد در کشور چاقو فروخته شود؟ کم کم شروع کنید چاقوها را از سطح کشور جمع کنید و فروشش را ممنوع کنید تا یکهو ناغافل دوباره تروریست‌ها سر نرسند و با چاقو آدم نکشند!

آب را قطع کنید!

همانطور که مستحضرید، «تروریست‌های مسلح» برای زنده ماندن آب میخورند. اگر آب را قطع کنید از تشنگی می‌میرند و امنیت کشور حفظ میشود. کاش در این حملات تروریستی آب را قطع میکردید تا جان این تروریست‌ها در بیاید.

نیروگاه‌ها را خاموش کنید!

میدانید که تجهیزاتی که «تروریست‌های مسلح» با استفاده از آنها با همدیگر و با خارج از کشور ارتباط برقرار میکردند با برق کار میکنند. اگر برق وجود نداشته باشد ارتباط آنها قطع میشود و عملیات‌های تروریستی‌شان در نطفه خفه میشود. به همین دلیل پیشنهاد میکنم اگر شرایطی مشابه شرایط چند روز گذشته پیش آمد برق را چند روزی قطع کنید تا شارژ تجهیزات تروریست‌ها تمام شود و غائله بخوابد.

حکومت نظامی برقرار کنید!

اگر یکبار ویدئوهایی که از «تروریست‌های مسلح» ضبط شده را ببینید متوجه میشوید که از راه کوچه‌ها و خیابان‌ها تردد میکنند. راه جلوگیری چیست؟ آفرین؛ حکومت نظامی! البته میدانم از نظر قانون اساسی حکومت نظامی ممنوع است ولی خب.

استعمال هوا را ممنوع کنید!

اگر اشتباه نکنم بدن این لامذهب‌ها بدون هوا نمیتواند کار کند. سریعا دانشمندان را به خط کنید راهی کشف کنند تا ممکن بشود هوا را قدغن کنید. حتما تاثیر به‌سزایی در امنیت کشور خواهد داشت، چون «تروریست‌های مسلح» اصلا زنده نمی‌مانند تا بخواهند امنیت را به خطر بیاندازند.


مسئولین محترم؛ کم‌کاری کردید. باید راه‌هایی که گفتم را در همین حملات تروریستی اخیر استفاده میکردید تا زهر چشمی از دشمن بگیرید و حساب کار دستشان بیاید!

 
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from Chronik des laufenden Wahnsinns

Ein Schallplattenspieler brachte mich auf die Idee, den Heimcomputer wiederzubeleben

Mitfahrgelegenheit, irgendwann zwischen 2012 und 2013, auf einer langen Fahrt von Frankfurt am Main nach Düsseldorf. Ich bin damals um die 30 und arbeite beim Wall Street Journal Deutschland in Frankfurt – die Wochenenden verbringe ich oft in meiner alten Heimatstadt Düsseldorf. 

Im Auto sitzt eine deutlich jüngere Frau, wahrscheinlich Anfang 20, die begeistert davon erzählt, immer noch Audio-CDs zu kaufen. Das Booklet, die Haptik, das Einlegen, das Durchhören eines Albums von vorne bis hinten – so wie es von der Band intendiert ist. 

Ich finde diese nostalgische Sicht auf Musik damals amüsant und antiquiert zugleich – als Technologie-Redakteur sage ich: Dem Streamen gehört die Zukunft. Spotify ist schon damals fest etabliert. Obwohl ich Jahrgang 1982 bin, habe ich mir selbst in meinem Leben so gut wie keine CDs gekauft, sondern als Jugendlicher direkt damit begonnen, illegal MP3-Dateien aus dem Internet zu ziehen. Ich gehöre zur Generation, die Napster noch erlebt hat (und sein Ende). 

Zurück im Jahr 2026: Auf meinem Denon-Verstärker im Wohnzimmer steht ein alter Wega-Schallplattenspieler. Mit großer Freude kaufe ich in einem Schallplattenladen auf der Schönhauser Allee Vinyl für 130 Euro, darunter Pink Floyds legendäres „Dark Side of the Moon“-Album, eine alte DDR-Pressung eines amerikanischen Folkmusik-Festivals von 1966 und das Album „Brothers in Arms“ mit meinen beiden absoluten Lieblingssongs der Dire Straits: „Brothers in Arms“ und „Money for Nothing“. Natürlich streame ich auch heute noch Musik – allerdings mit Qobuz statt Spotify.

Hat mich ein Anfall plötzlicher Nostalgie befallen? Fast unmöglich, denn selbst in meinen frühesten Erinnerungen haben meine Eltern schon CDs gehört und keine Schallplatten. Wir hatten zwar noch einen Schallplattenspieler – aber soweit ich mich erinnern kann, nur eine einzige Schallplatte, nämlich das Musical „Hair“ (auf der Platte stand auf Deutsch HAARE, wenn ich mich richtig erinnere). 

Lange Einleitung für diese Erkenntnis: Ich kann heute die junge Frau aus dem Auto verstehen. Alles immer verfügbar zu haben, überall und gleichzeitig, verändert das Verhältnis zur Musik. Mir bewusst eine Schallplatte auszusuchen, das haptische Gefühl, sie aufzulegen, dann geduldig darauf zu warten, dass die Lieder kommen, die ich schätze, und dabei andere Lieder zu entdecken – das ist eine andere Wertschätzung von Musik. 

Soul Computing: die Rückkehr des Heimcomputers

Und das bringt mich zum Thema, warum eine große Leidenschaft von mir aus Jugendtagen für mich heute den Charme weitgehend verloren hat: Computerspiele und Computer allgemein. Vielleicht kommt das auch nicht mehr zurück – vielleicht muss ich auch akzeptieren, dass eine jugendliche Begeisterung für technischen Fortschritt und die Faszination, in simulierten Welten herumzuspielen, mit dem Alter nachlässt. 

Und doch glaube ich: So wie die Freude an Musik durch die antiquierte Technik der Schallplatte wiederbelebt werden kann, würde das auch für Computer funktionieren. Indem wir Computern ihre Seele wiedergeben. 

Meine Idee: die Rückkehr des Heimcomputers – aber für die heute erwachsene Zielgruppe und als edles Design-Objekt, orientiert beispielsweise am Fractal Design der PC-Tower von North – aber viel kompakter und mit stilvoller Beleuchtung. Ein zeitloses Design-Objekt.

Das zentrale Motto: Putting the fun and soul back into computing. Der Heimcomputer soll wie die historischen Vorbilder leistungsstark genug sein, um aktuelle Spiele auszuführen. Das System ist hochintegriert aufgebaut, ähnlich aktueller Macs von Apple. Keine sichtbaren Kabel: Das Netzteil ist im Gehäuse integriert oder wird über ein einziges, stoffummanteltes USB-C-Kabel zum Monitor (mit Power Delivery) gelöst. Die Erweiterungskarten (Ami-Cards) werden wie Hi-Fi-Module eingeschoben.

Ein Teil des Spirits entsteht durch handverlesene Kuration: ein vorinstalliertes System, schön designt, mit der wichtigsten Produktivitäts-Software basierend auf aktueller Open-Source-Software. 

Kategorie Basis-Software Ami-Name Fokus der Anpassung (Ami-OS Edition)
Web-Browser Firefox Ami-Browse Radikale Reduktion auf den Viewport; nativer Ad-Blocker; Verzicht auf Google-Integration; Firefox-Engine für volle Web-Kompatibilität.
Schreiben Zettlr Ami-Script Ablenkungsfreier Markdown-Editor; edle Typografie; Fokus auf “Flow”; automatisches Speichern und Versionierung (Snapshots).
Büro-Suite OnlyOffice Ami-Text / Ami-Sheet Volle MS-Office-Kompatibilität; radikal vereinfachte Contextual-Toolbars; “Clean Canvas” Design ohne Menü-Wüsten.
E-Mail Geary Ami-Mail Darstellung als Konversationen (Messaging-Stil); tiefe Integration in den Ami-Calendar; schneller Sync; keine Telemetrie.
Grafik & Design Krita Ami-Paint Hommage an Deluxe Paint; optimiertes Interface für Pixel-Art und schnelle Skizzen; Ein-Klick-Export für Social Media.
Video-Schnitt Kdenlive Ami-Motion Drag-and-Drop Workflow; Fokus auf schnelle Schnitte für Content Creator; optimierte Hardware-Beschleunigung für Ami-CPUs.
Audio-Studio MilkyTracker / Ardour Ami-Sound Brücke zwischen Protracker-Workflow und modernem Multi-Track-Recording; High-End DAC-Support.
Dateiverwaltung Pantheon Files Ami-Files Schnelle Spalten-Navigation; integrierte Quick-Look-Vorschau für alle Formate (inkl. Retro-Files wie .adf oder .iff).
System-Zentrale Custom Build Ami-Control Ein einziges Control-Center für alle Hardware-Einstellungen; keine verschachtelten Untermenüs; Fokus auf visuelle Klarheit.

Das System soll theoretisch anpassbar sein, aber mit dem „Don't make me think“-Ansatz schön und praktikabel vorkonfiguriert daherkommen. Basis könnte zum Beispiel die Linux-Distribution Pop!_OS oder CachyOS sein. 

Die Kompatibilität zu bestehenden Windows-Spielen muss nicht perfekt sein – sie wird durch Proton aber weitgehend hergestellt. Ein Fokus soll die Möglichkeit sein, alte Retro-Spiele auf dem System durch Emulation zu spielen und aus dem Netz zu laden. Dem User soll dabei die Einrichtung des passenden Emulators usw. automatisiert abgenommen werden. 

Ideal wäre, das Ganze als eine Neuauflage des Amigas zu vermarkten – mit dem Erwerb aller entsprechenden Markenrechte. Die Rechtesituation ist hier allerdings leider komplex, weshalb man wohl auf Anspielungen ausweichen müsste. 

Ein besonderer Clou: Anstatt Spiele ausschließlich im digitalen Store zu mieten, können auch „Signature Edition Totems“ gekauft werden – kleine Figuren aus hochwertigem Material, die auf den Computer gestellt werden, wodurch das Spiel installiert bzw. gestartet wird. Eine ästhetische Box mit der Figur und einem kleinen, hochwertigen Artbook. Preis: 80 bis 120 Euro. Der Clou: Da die Lizenz an der Figur hängt, bleibt der Wiederverkaufswert stabil. 

Ein Teil des Spirits entsteht durch handverlesene Software: Bewährte Open-Source-Lösungen wie Firefox, OnlyOffice, Krita und Geary werden unter einer einheitlichen ästhetischen UI vorinstalliert. Für jede Office-Aufgabe die passende Software. Zero-Maintenance: Keine Treiber-Updates, keine Registry-Fehler. Das System nutzt Read-only-Snapshots für maximale Stabilität.

Fiktive Werbung für den Amiga Horizon

Hier ist das Konzept in der typisch amerikanischen Motivational-Speech-Rhetorik von Gemini Pro:


# Investment-Konzept: AMIGA NEO & HORIZON

The Renaissance of Personal Computing

1. Die Vision: “Soulful Computing”

In einer Welt, die von austauschbaren grauen Laptops und klinisch-kalten High-Tech-Produkten dominiert wird, fehlt Computern heute eines: Seele.

Der neue Amiga bricht mit dem Dogma der reinen Zweckmäßigkeit. Inspiriert von zeitlosem skandinavischem Design (Echtholz, gebürstetes Metall) und der haptischen Magie der 80er Jahre, bringen wir den Spaß und den Stolz des Besitzens zurück. Wir kombinieren die Offenheit von Linux mit der Eleganz von macOS und der Emotionalität einer Vinyl-Schallplatte.


2. Das Produkt-Portfolio

Wir bedienen zwei Marktsegmente innerhalb der kaufkräftigen Zielgruppe der “Grown-up Gamers”:

A. Amiga Neo (The Design Icon)

  • Positionierung: Ein hochintegriertes Kunstobjekt für das moderne Wohnzimmer oder das minimalistische Büro.
  • Technik: AMD Ryzen APU-Architektur, 32 GB Unified Memory, lautlose Kühlung. Fokus auf 1440p Gaming und flüssige Produktivität.
  • USP: Komplett kabelloses Design (Single-Cable-Connection), Gehäuse aus Walnuss-Lamellen und eloxiertem Aluminium. Keine interne Aufrüstbarkeit – eine “Appliance”, die einfach funktioniert.
  • Target Price: 999 € – 1.199 €

B. Amiga Horizon (The Performance Masterpiece)

  • Positionierung: Die ultimative Workstation für Enthusiasten, die keine Kompromisse bei Ästhetik und Leistung (4K) eingehen.
  • Technik: Dedizierte High-End-Grafik, modularer Aufbau über das proprietäre Ami-Card-System (werkzeugloses Stecken von Erweiterungen).
  • USP: Überlegene Kühlleistung bei absoluter Stille. Ein Statement-Piece im Micro-ATX-Format.
  • Target Price: 2.499 € – 3.999 €

3. Die Innovation: Das “Totem”-System

Der größte Hebel für Kundenbindung und Umsatz ist das physische Ökosystem.

Das Prinzip: Anstatt Software nur digital zu “mieten”, erwerben Nutzer “Totems” – hochwertige, schwere Figuren aus Kunstharz oder Keramik.

  • Haptischer Start: Figur auf die Holzoberfläche stellen –> Das Spiel/Programm installiert sich oder startet sofort.
  • Echtes Eigentum: Die Lizenz ist an den NFC-Chip im Totem gebunden. Totems sind Sammelobjekte mit hohem Wiederverkaufswert und physischer Präsenz auf dem Schreibtisch.
  • Partner: Kooperationen mit Indie-Studios und Retro-Publishern für exklusive “Ami-Signature”-Editionen.

4. Ami-OS: Die kuratierte Freiheit

Basierend auf einem gehärteten Linux-Kern (Pop!_OS-Basis), bietet das Ami-OS eine radikal klare, “elementarische” Designsprache.

  • Ami-Signature-Suite: Wir forken bewährte Open-Source-Lösungen (Firefox, OnlyOffice, Krita, Geary) und führen sie unter einer einheitlichen, hochästhetischen UI zusammen.
  • Zero-Maintenance: Keine Treiber-Updates, keine Registry-Fehler. Das System nutzt Read-only-Snapshots für maximale Stabilität.
  • Retro-Integration: Ein nativer, perfekt konfigurierter Emulator-Hub macht 40 Jahre Gaming-Geschichte per Drag-and-Drop zugänglich.

5. Marktpotenzial & Zielgruppe

Wir fokussieren uns auf die “Generation Amiga” (heute 35–55 Jahre alt):

  • Demografie: Akademiker, Führungskräfte, Kreative. Hohes verfügbares Einkommen.
  • Pain Points: Wenig Zeit für PC-Basteleien, Ästhetik-Abneigung gegen typische “Gaming-PCs”, Nostalgie-Sehnsucht.
  • Marktlücke: Apple ist zu geschlossen und ungeeignet für Gaming; Windows ist zu unruhig und unästhetisch. Der Amiga besetzt die goldene Mitte.

6. Business Model & Revenue Streams

  1. Hardware-Sales: Hohe Margen durch Positionierung im Premium-Segment (Veblen-Effekt).
  2. Totem-Ökosystem: Kontinuierlicher Umsatz durch Verkauf physischer Sammlerobjekte (Spiele/Apps).
  3. Ami-Cards: Proprietäre Hardware-Upgrades für das Modell Horizon.
  4. Ami-Cloud & Concierge: Ein optionales Abonnement für verschlüsselten Backup-Speicher und persönlichen Premium-Support.

7. Investitionsbedarf & Roadmap

Phase Fokus Kapitalbedarf
Phase 1 (12 Monate) Finalisierung Industrial Design, Prototyping, Sicherung der Markenrechte. 1,5 Mio. €
Phase 2 (12 Monate) Software-Entwicklung (Ami-OS), Zertifizierung, Aufbau der Lieferkette. 3,5 Mio. €
Phase 3 (Launch) Marketing-Kampagne (High-End Lifestyle), Erste Produktionscharge (10.000 Einheiten). 10,0 Mio. €

Gesamtvolumen: 15 Mio. € bis zum weltweiten Rollout.


8. Warum jetzt?

Der Retro-Trend ist kein kurzes Phänomen, sondern eine Gegenbewegung zur digitalen Entfremdung. Marken wie Fractal Design zeigen, dass “Wohnzimmer-Tech” boomt. Der Name AMIGA ist eine der stärksten Marken der Computergeschichte und weckt sofort positive Emotionen. Wir haben die Technologie, die Marke und das Design, um das “Apple für Enthusiasten” zu werden.

Alle Bilder des Artikels wurden mit Google Gemini erstellt.

 
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from Cedaras Couch

Rick Riordan : Percy Jackson Reihe - Band 1 bis 6

In einer Laune, sich mal wieder mit der Reihe zu beschäftigen (bisher habe ich nur die erste Verfilmung in Erinnerung), habe ich zum Teil die Audios via Libby ausgeliehen, zum Teil als E-book via Onleihe.

Die Serie ist gut, super für Kids, egal welchen Geschlechtes. Mir fiel auch auf, dass Percy Jackson selbst sagt, er habe ein “ADHD-Gehirn”, was ich gut finde.

Als Erwachsene sehr eine grobe Grundstruktur auffällt, die in allen Büchern vorhanden ist: Percy muss ein Problem lösen / die Welt retten / jemandem helfen (a la den Arbeiten des Herkules, aber in Modern). In jedem Buch lernt Percy etwas aus seinen Abenteuern, auch wenn ihm das nicht immer bewusst ist.

Mit Band 7 werde ich mich demnächst auch beschäftigen – vielleicht kaufe ich mir sogar die englische Originalausgabe.

 
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from Chronik des laufenden Wahnsinns

Warum gleiten die USA in Richtung Autoritarismus ab?

Das Bedürfnis in Europa den aktuellen Wahnsinn, der sich in den USA vollzieht, in etwas Erklärbares zu fassen, ist groß. Immerhin findet die Verschiebung in Richtung Autoritarismus in einer der ältesten Demokratien der Welt statt und dem kulturellen Fixpunkt der westlichen Welt für die vergangenen über 100 Jahre. Die USA sind mit riesigem Abstand die größte Militärmacht der Erde mit einem Militärbudget, das die Budgets der acht nachfolgenden Staaten übersteigt und Donald Trump will es noch einmal verdoppeln – auch wenn das fiskalisch derzeit unrealistisch ist.

Donald Trump kommt aus dem Entertainment und so regiert er auch. Er ist eine Hochleistungs-Bullshit-Maschine, ein offensichtlicher Narzisst und atemloser Hetzer gegen alles, was sich ihm entgegenstellt. Es ist daher leicht sich in der täglichen Ankündigungs-Maschinerie des White House zu verlieren, die großen und kleinen Nebelkerzen, die Geschmacklosigkeiten, die ständige Hetze gegen Medien und Opposition und die vielen kleinen Nachrichten, die den Übergang von einer funktionierenden Demokratie und einem Rechtsstaat in Richtung Autoritarismus markieren.

Bei der Analyse, was sich hier langfristig verschiebt, sind die Stakkato-Aufreger im Twitter-Stil nicht hilfreich. Stattdessen ist es hilfreich aus dem tagesaktuellen Wahnsinn herauszuzoomen. Nüchtern betrachtet gibt es eine klare Hauptursache dafür, warum faschistoide Ideen in einer der ältesten und wohlhabendsten Demokratien der Welt für einen großen Teil der Bevölkerung plötzlich so attraktiv geworden sind: die Abstiegsangst einer Nation inmitten des Übergangs von der unipolaren Ära (US-Dominanz) in Richtung einer asymmetrischen Bipolarität zwischen den USA und China.

All das Geschrei, das um sich schlagen, die verstörende Verhaftung in der angeblich goldenen Vergangenheit der MAGA-Bewegung ist im Grunde das: Angst vor dem Ende einer Ära, in der die USA die einzige noch verbliebene Supermacht der Erde war und damit nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich, kulturell und politisch den Ton angab.

Dass Trumps Umsichschlagen sogar in Richtung historisch verbündeter Staaten in Europa sowie Kanada den Westen und die Nato de facto geteilt hat und diesen Abstieg noch beschleunigt, ist natürlich der dazu passende Treppenwitz der Geschichte.

Die Thukydides-Falle

Die systemische Rivalität zwischen den USA und China ist die zentrale Achse, die wir betrachten müssen, um weitere weltpolitische Entwickling einzuordnen. Laut der Power Transition Theory ist die Phase, in der ein Herausforderer (China) 80 bis 120 Prozent der Kapazität des Hegemons (USA) erreicht, die gefährlichste. In den kommenden zehn Jahren wird China mit strukturellen Problemen (Demografie, Schulden) kämpfen, was ein „Window of Opportunity“ für riskante Außenpolitik (Taiwan) schließen könnte. Das erhöht der Theorie zufolge die Gefahr eines Angriffs Chinas auf Taiwan paradoxerweise noch. Harvard-Politikwissenschaftler Graham T. Allison beschreibt das als Thukydides-Falle.

Die Theorie: Wenn eine aufstrebende Macht droht, eine etablierte Führungsmacht zu verdrängen, führt die resultierende geoplitische Spannung häufig zu einem Krieg. Der Name geht auf den antiken griechischen Historiker Thukydides zurück, der über den Peloponnesischen Krieg (431–404 v. Chr.) schrieb: „Es war der Aufstieg Athens und die damit verbundene Furcht Spartas, die den Krieg unvermeidlich machten.“

Graham Allison und sein Team am Belfer Center haben 16 historische Fälle der letzten 500 Jahre untersucht, in denen ein „Emporkömmling“ eine etablierte Macht herausforderte.

Graham Allison identifizierte insgesamt 16 solcher Konstellationen in den vergangenen 500 Jahren. Davon endeten zwölf in einem Krieg und nur vier friedlich.

Quelle: Belfer Center for Science and International Affairs.

Multi-Alignment-Staaten als Gewinner der bipolaren Welt

Eine zentrale Rolle bei der weiteren gepolitischen Entwicklung werden die Mittelmächte wie Indien, Brasilien, die Türkei, Indonesien und Saudi-Arabien spielen, weil sie vermutlich nicht festen Blöcken beitreten. Sie betreiben „Multi-Alignment“, um von beiden Seiten Konzessionen zu erhalten. Das internationale System wird dadurch volatiler, aber auch weniger starr als im Kalten Krieg.

Besonders Indien hat als aufstrebendes Schwellenland, das keinem der beiden Machtblöcke eindeutig zuzuordnen ist, gute Aussichten. Während China mit massiver Überalterung und damit einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung zu kämpfen hat, verfügt Indien über eine „demografische Dividende“: ein junges Reservoir in der Bevölkerung. Der Aufstieg zur drittgrößten Volkswirtschaft steht bevor und Indien erscheint als ein unverzichtbaren Partner des Westens. Dabei werden die Multi-Alignment-Staaten wie Indien aber höchstwahrscheinlich keine verlässlichen Partner, sondern „Transactionalist Powers“, die opportunistisch agieren.

Europa wiederum kämpft mit Fachkräftemangel, hohe Rentenlasten und dadurch internen Verteilungskämpfen, die den globalen Machtanspruch dämpfen. Zudem wird das starkes Bevölkerungswachstum in Subsarah-Afrika bei geringem Wirtschaftswachstum weiterhin für Migrationsdurck in Richtung Europa sorgen.

Techno-Geopolitik

Ein Schlachtfeld, auf dem die Systemkonkurrenz zwischen China und den USA ausgetragen wird, ist natürlich das Feld er Technologie und künstlichen Intelligenz. Das Internet wird sich weiter in das „Splinternet“ aufteilen. Staaten werden zunehmend auf souveräne IT setzen – eigene Hardware- und Software-Infrastrukturen, um die Abhängigkeit von US- oder chinesischen Ökosystemen zu verringern. Auch hier hat Trump aus Angst vor dem Abstieg die Abnabelung Europas von den US-Systemen angestoßen und damit den Übergang in die asymmetrischen Bipolarität noch einmal beschleunigt.

Bei der Integration von KI in militärische Führungssysteme (Command and Control) besteht das Risiko eines neuen Typs von Sicherheitsdilemma, bei dem Staaten aus Angst vor der Geschwindigkeit feindlicher KI-Entscheidungen ihre eigenen Systeme zunehmend automatisieren – eine Neuauflage der Dynamik der nuklearen Abschreckung.

Der Niedergang der Petrostaaten wie Russland

Die Dekarbonisierung der Wirtschaft wird weitergehen – mit oder ohne die USA. Dafür ist sie ökonomisch einfach zu lohnend. Alte geopolitischen Abhängigkeiten in Richtung Russland und der arabischen Welt werden dadurch langsam gelöst, neue werden aufgebaut.

Die Abhängigkeit von Lithium, Kobalt und Seltenen Erden – derzeit dominiert von China – wird die Öl-Abhängigkeit schrittweise ablösen. Das könnte zu einer Neuauflage des Wettlauf um Afrika und und verstärkten Aktivitäten in Lateinamerika führen.

Staaten wie Russland oder Iran, die stark von fossilen Exporten abhängen, werden dagegen einen weiteren relativen Machtverlust erleben. Dies könnte zu destabilisierenden „Last-Ditch“-Versuchen führen, regionalen Einfluss durch militärische Mittel zu sichern, solange die Ressourcenkassen noch gefüllt sind. Gerade Russland werden nach dem kräftezehrenden Ukraine-Krieg dafür aber vermutlich die Ressourcen fehlen.

Schon zuletzt musste Russland dem Sturz des verbündeten Regimes in Syrien tatenlos zuschauen, der Verbündete Präsident Nicolás Maduro wurde in Venezuela ohne jede Gegenwehr Russlands gestürzt und als regionale Schutzmacht Armeniens versagte Russland vollends. Nach dem ausbleibenden Beistand Russlands im Konflikt um Bergkarabach (2023) fror Armenien seine Mitgliedschaft im Verteidigungsbündnis OVKS ein. Wo Russland als Schutzmacht ausfällt, entsteht ein Machtvakuum, das entweder von regionalen Kräften wie der Türkei in Syrien oder dem Westen gefüllt wird.

Die langjährige Premierministerin von Bangladesch, Sheikh Hasina, die bedeutende Energie- und Infrastrukturprojekte mit Russland vorantrieb, wurde nach Massenprotesten gestürzt. Und in Sri Lanka musste die pro-russisch und pro-chinesisch orientierte Rajapaksa-Familie nach einem wirtschaftlichen Kollaps und Protesten das Land verlassen. Mit dem massiven Protesten im Iran und einem möglicherweise bevorstehenden Eingreifen der USA könnte Russland nächste geopolitische Niederlage bevorstehen.

Fazit

Das hektische und erratische Agieren Donald Trumps und die Zertrümmerung jahrzehntelanger Allianzen werden das Vertrauen in die USA für Jahrzehnte beschädigen – selbst wenn die MAGA-Republikaner ihre Machtbasis wieder verlieren. Einem Land, das einen unberechenbaren Narzissten mit autoritären Tendenzen wie Trump zum Präsidenten wählt, wird es auf Jahrzehnte schwer haben wieder Vertrauen in den gefestigten Demokratien Europas, Kanadas und anderer Staaten wie Japan aufzubauen.

Trump verspricht die Rückkehr zur Unipolarität („MAGA“), beschleunigt aber durch seinen Isolationismus de facto die Bipolarität.

Die kommenden zehn Jahre sind daher vermutlich leider keine Ära der Kooperation zur Lösung globaler Probleme wie der Klimakrise und Pandemien, sondern eine Ära des Risikomanagements. Macht wird zunehmend durch technologische Autarkie und die Resilienz der eigenen Lieferketten definiert, weniger durch internationale Verträge.

 
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from HDValentin

Beim letztjährigen Chaos Communication Congress haben Marc-Uwe Kling und das Känguru eine hervorragende Idee kundgetan: den Digital Independence Day, kurz DID, oder besser den DUT, den Digitalen Unabhängigkeitstag.

Beitrag von Mark-Uwe Kling auf dem 39C3

Lebe den digitalen Unabhängigkeitstag – jeden ersten Sonntag im Monat

Der Wunsch ist dabei, sich regelmäßig am ersten Sonntag im Monat mit einem der Dinge oder einem Dienst zu beschäftigen. Einer Sache anzunehmen, die in den USA oder bei einem der Tech-Milliardäre verankert ist. Ihn zu lösen und auf einen verteilten freien Dienst, umzustellen oder einen, der in Europa beheimatet ist. Optimalerweise quelloffen (Open Source).

Der Umstieg geht (noch) nicht: mach +1

Wenn Du es nicht sofort schaffst, Dich von einem Dienst zu lösen, gibt es eine weitere Möglichkeit: Füge einen freien Dienst hinzu und veröffentliche die Inhalte zusätzlich auch dort (+1). Das heißt, Du bespielst den Milliardärsdienst und den freien mit den gleichen oder ähnlichen Inhalten. Das kostet nicht viel Aufwand, im Alltag.

Und so fällt der Wechsel später einfacher und andere Menschen, die bereits dort sind, können einfach teilhaben. Du profitierst von einer höheren Reichweite, lernst die neue Umgebung kennen und bekommst gutes Karma.

Feiere den Erfolg und gib damit an

Der zweite wichtige Punkt ist, darüber zu sprechen, zu schreiben, zu podcasten, zu bloggen, zu vloggen… Was auch immer. Sage, was Du geschafft hast, wie einfach es war, auf welche Hürden Du gestoßen bist…

Mit der Idee, dass sich die Leute und Medien davon inspirieren lassen und ins Tun kommen. Positive Verstärkung eben.

Stichworte verwenden

Wenn Du etwas publizierst, verwende etwa in den sozialen Netzwerken die Hashtags #DID #DUT #didit und #dutgemacht. Das schafft eine Verbindung der Beiträge untereinander und eine größere Sichtbarkeit des Ganzen.

Klein anfangen – und vor allem: ANFANGEN

In einem ersten Impuls fing mein Kopf an, große Listen zu verfassen und komplexe Anleitungen, was wir alles Tolles tun und umstellen können.

Doch darum geht es nicht! Es gibt tausende Anleitungen und Auflistungen im Internet, und doch passiert in der Gesellschaft recht wenig.

Die Dinge sind zu groß, zu kompliziert, zu mächtig, und der Alltag belegt uns sofort mit (vermeintlich) wichtigeren Dingen.

Hier setzt der #DID oder besser: #DUT an: Jeden ersten Sonntag im Monat eine Sache umstellen und dies öffentlich kundtun.

Je kleiner und unbedeutender wir anfangen, desto mehr Erfolgserlebnisse können wir mit der Aktion haben. Erfolge feiern, mit anderen und weitermachen.

Was ist klein genug

Mit den einfachen Dingen beginnen, die auch Eltern, Nichttechniker und vielleicht sogar Großeltern schaffen können. Etwas, das mal schnell in drei bis fünf Minuten schaffbar ist. Etwa die Startseite im Browser umstellen, eine andere Suchmaschine nutzen, einen anderen Browser oder ein anderes E-Mail-Programm einrichten.

Wenn Du unterfordert bist

Wem dann eines Tages langweilig wird, findet schnell Aufgaben, die mehr Zeit erfordern, mehr Überzeugungsarbeit oder mehr Grips. Ich denke da etwa an Familienchatgruppen, Chatgruppen von Kindergarten/Schule/Feuerwehr/Sportverein, Gruppen von Selbsthilfegruppen, die öffentlich überwacht in den USA über ihren Gesundheitsstaus diskutieren, digitale Zusammenarbeit und Videokonferenzen.

Gemeinsam Dinge erreichen

Bist Du motiviert, dann mach und motiviere andere. Aber überfordere sie nicht. Begeistere mit kleinen, schnellen Lösungen für mehr Privatspare, Datenschutz und digitale Unabhängigkeit von den BigTech und Milliardären.

#did #dut #didit #dutgemacht

 
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from Papa-Spuren

Kinder! Wir lieben sie! Weil sie uns so viel zurückgeben! Das ist ein sehr wahrer Satz. Meistens! Wir lieben sie für ihre guten Seiten und wir lieben sie, wenn sie uns mal wieder zur Weißglut treiben. Meistens! Für mich gibt es immer mal wieder Situationen, in denen ich mir ein kleines bisschen mehr Freiheit wünsche. So geschehen heute. Ich wollte eigentlich nur ein bisschen Sport machen gehen. Ich will ja mit den Kindern mithalten können, so konditionell gesehen. Tragen, Werfen, Rennen! Was als Papa so gefordert ist. Also, die Kleine ins Bett gebracht, den Großen auch und schnell das Sportzeug gepackt und ab in das Studio, Fahrradfahren ohne vom Fleck zu kommen und schwere Dinge so oft wie möglich in alle Richtungen wuchten. Ja, dachte ich zumindest. Es kam alles irgendwie nicht so wie geplant. Erst hat die Kleine sich beharrlich geweigert einzuschlafen, dann ist der Große aufgewacht und wollte etwas trinken. Dann wieder die Kleine, dann der Große....Ihr versteht! So ging das stundenlang und hat erst vor ein paar Minuten aufgehört.

Was mich zum heutigen Thema bringt. Den Kind-Faktor! Der Kind-Faktor ist meine ganz und gar nicht wissenschaftliche Art, das Phänomen zu beschreiben, das, glaube ich, sehr viele Eltern kennen, und als Papa habe ich so ein Gespür dafür entwickelt. (Das Gespür lässt mich aber oft genug im Stich.) Man muss pünktlich sein, versucht extra früher anzufangen, sich und die Kinder anzuziehen, kommt aber trotzdem irgendwie 20 Minuten zu spät.

Man freut sich, einen Film zusammen anzuschauen, schon hat die Kleine wahnsinnige Sehnsucht nach Papa und möchte nur von mir in den Schlaf gekuschelt werden. Das ist anstrengend und nervig, aber macht mich als Papa natürlich stolz, wenn nur meine starken, Fitnessstudio-gestählten Arme sie in den Schlaf wiegen können.

Man möchte endlich gesünder essen, aber dann landet trotzdem wieder Nudeln mit Tomatensoße auf dem Esstisch. Die Zutaten für das leckere, ausgewogene und nahrhafte Essen kann man auch anders verwenden. (Der Salat welkt seit Tagen vorwurfsvoll im Kühlschrank vor sich hin.)

Egal was, der Kind-Faktor sorgt zuverlässig dafür, dass alles länger dauert, Pläne geändert werden müssen und Vorhaben anders enden als geplant. Der Kind-Faktor ist, wenn meine Frau und ich bewusst NICHT darüber reden, wie toll die Kleine am Abend schläft. Kinder können das hören! Keine Ahnung wie. Es muss irgendeine metaphysische Verbindung zwischen Kindern und Eltern geben, die sofort das Kind weckt, wenn es sich die Eltern zu gemütlich machen. Der Kind-Faktor besagt: “Fühl dich nicht zu sicher!” und “Jeder Plan ist gut, bis das Kind davon Wind bekommt.”

Das Obige ist natürlich nur ein ganz klein wenig ernst gemeint. Kinder, vor allem kleine, sind eben unberechenbar. Einmal macht man Pläne, einmal nicht und beides Mal wäre das Gegenteil sinnvoller gewesen. Ich als Mensch, der gerne einem festen Plan folgt, finde das alles wahnsinnig anstrengend. Meine Frau ist da zum Glück entspannter. Ich bin aber nicht meine Frau und entsprechend ziemlich genervt. Was mich wieder stresst. Mann, wäre Sport jetzt gut, sich so richtig auspowern und dann entspannt unter die heiße Dusche. Moment! Höre ich da die Kleine weinen? Und das Spiel geht von vorne los.

Andererseits lehrt einen der Kind-Faktor Geduld. Kinder sind eben nicht diese voll-optimierten, auf Effizienz getrimmten Wesen, die wir Erwachsenen immer mehr zu werden scheinen. Dann muss die Jacke eben nochmal ausgezogen werden, bevor man die Mütze anziehen kann.

Vielleicht ist es auch gut, dass es den Kind-Faktor gibt. Er hält mich auf Trab und hilft mir, aus meinen festgefahrenen, über Jahrzehnte eingeübten Verhaltensweisen auszubrechen. Wer muss schon pünktlich sein (ICH!) und den Film kann man auch irgendwann schauen (NEIN!) und den Sport kann ich auch verschieben (NIEMALS!).

Was ich sagen möchte, ist, glaube ich, dass man alles ein wenig entspannter sehen sollte, sich nicht an Pläne festkrallt, vor allem mit zwei Kindern. Die meisten Leute haben Verständnis, wenn man zu spät kommt. Und wenn nicht, sind die Kinder auch eine super Ausrede, früher zu gehen. Den Sport kann man auch morgen machen. Und Nudeln mit Tomatensoße sind eigentlich auch gar nicht so schlimm.

Was sind eure Erfahrungen mit dem Kind-Faktor? Gibt es den überhaupt?

 
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from 💭 where are you taking me?

⚡♦️ Fixing module preload paths within a Rails/Vite setup

Hello and happy new year! Today I'm writing about an asset related issue in a Rails application. Enjoy!

Several months ago, I migrated my Rails app from Webpack(er) to Vite, and I’ve been quite happy with the switch. Vite is blazingly fast, well-documented, and works seamlessly once properly configured.

This morning, while resolving CSP violations (all fixed now, by the way 🎉), I encountered the following error in the browser’s developer console:

Failed to load module script: Expected a JavaScript-or-Wasm module script but the server responded with a MIME type of “text/html”. Strict MIME type checking is enforced for module scripts per HTML spec.

(This message comes from Chromium; it may appear slightly differently in other browsers.)

TL;DR

Stick around for the full story:

Nothing on my site appeared broken, but I wanted to resolve the issue anyway so I put on my debugging glasses.

My first findings in order:

  1. The problem doesn’t occur on every page load
  2. In the network tab, I noticed that certain requests were failing (highlighted in red)
  3. The trigger was the import of chart library modules
  4. The response content type of the failing requests was text/html, even though a JS file was requested
  5. The issue occurred only on specific servers (visible as i have a header showing the server name)

Given these observations, it became clear that the issue was tied to my asset host configuration. In short, I have one server that serves assets via a subdomain and also functions as a regular app server.

But why did the site still work despite failing imports?

A bit of research revealed that Vite preloads modules by default (see MDN on modulepreload). In a nutshell, JavaScript modules are preloaded for performance gains (they are not actually used until explicitly imported in your JS).

Since this behavior is controlled via an HTML attribute, I checked my page source and found several modulepreload links. These used relative paths, meaning they pointed to myapp.com/assets/foo.js instead of assets.myapp.com/assets/foo.js. As a result, requests hit the application servers, which responded with HTML instead of the JS file.

So why was Vite generating links with relative paths?

After some digging, I found a related issue. The fix is to set Rails.application.config.action_controller.asset_host (see the Vite Ruby docs).

Once configured, Vite generates absolute paths in the preload tags, resolving the issue.

However, I noticed URLs with double leading slashes (e.g., //assets.myapp.com/...). To fix this, I adjusted the Vite config:

import { defineConfig } from "vite"
import RubyPlugin from "vite-plugin-ruby"

export default defineConfig({
  base: "./",
  // other build configuration omitted
})

TL;DR

Adapt the following two things (first one is mandatory) to fix the issue:

# config/application.rb
# Can be set via environment variable
config.action_controller.asset_host = "https://yourassethost.yourapp.com" 
// vite.config.mts
export default defineConfig({
  base: "./",
  // other build configuration omitted
})

I needed to fix some specs and could deploy to staging for acceptance 😌

I hope this helps you if you run into a similar issue. Enjoy your day, and stay curious!

#rails #vite #viteruby #webdev

 
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from Der Emil

2026-01-06, etwa 21 Uhr

So fühle ich mich, wenn ich mich freimache von dem, was 15 Jahre lang mein Geländer war. So … So sonderbar unzufrieden und beruhigt.

Es ist Zufall, daß ich in einem von drei Ländern lebe, in dem der heutige Tag ein Feiertag ist. Aber im Gegensatz zu früher, da ich noch woanders wohnte, war am heutigen Tag bei mir nichts feierlich. Nichtmal das dritte festliche Abendessen habe ich mir gemacht – aber ich habe daran gedacht, wie das früher für mich, für uns, für die Familie war.

Traditionen enden. Alle. Irgendwann. Des bin ich sicher. Und auch ich kann Traditionen beenden, auslaufen lassen, nicht fortsetzen. Das weiß ich jetzt …

 
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