Gabriele Diechler: Engpass (Bayern Krimi)
Bei dem Buch habe ich mich gefragt, warum dies unter Krimi lief.
Die Handlung springt schnell von A nach B ohne Indikation, dass jetzt ein Ortswechsel erfolgt. Einmal hatte ich mich gefragt, warum da jetzt ein Tiername genannt wurde, bis dann mehrere Sätze später klar wurde, dass sich das auf ein totes Tier bezog.
Die Charaktere scheinen eher zu raten, wer es denn gewesen sein könnte. Ob es Indizien an den Leichen oder an der Tatwaffe geben könnte, scheint uninteressant zu sein und warum die Kriminalpsychologin sich wie eine Kommissarin verhält, ist auch unklar. Außerdem scheint das Privatleben wichtiger zu sein als der Fall. Man bekommt den Eindruck, dass die Handlung eine kräftige Überarbeitung hätte vertragen können.
Aus reiner Neugierde habe ich die Autorin nachgeschlagen: Sie hatte als Drehbuchautorin gearbeitet und für das Hauptabendprogramm geschrieben. Zur Zeit ist sie Mitglied einer Vereinigung von Liebesromanautor:innen.
Damit erklärt sich für mich eine Menge. Bei Denis Scheck wäre es wohl in seiner Abfalltonne gelandet.