Advent-Gedanken

Ich finde bei #JacobBöhme ein schönes Bild für den Ausgang mit dem Bösen:

  • Luzifer hat in seinem Königreiche “den göttlichen Salitter, daraus er gemacht war, angezündet und brennend gemacht”.
  • Am Ende der Zeiten wird er in eine Höhle, Gruft oder Loch kommen, und zwar zusammen mit seiner angezündeten Qualität. Und ewig dort bleiben.

Für mich ist es tröstlich, wenn die “Strafe” des Bösen ist, dass es mit sich selbst und den Konseuenzen zurecht kommen muss.

#MeisterEckhart sagt:

Was immer zu #Gott kommt, das wird verwandelt; so geringwertig es auch sei, wenn wir es zu Gott bringen, so entfällt es sich selbst. Nun vernehmt mit Staunen! Da Gott so geringwertige Dinge in sich verwandelt, was glaubt ihr wohl, daß er mit der Seele tue, die er mit dem Bild seiner selbst ausgezeichnet hat? (Predigt 3)

Wenn die Seele aber in Gott verwandelt wird, wie nahe ist uns Gott dann!

In #Gott gibt es nur das Gute, nicht das Böse. In Gott ist nur erhebende, quellende, triumphierende Freude. – So sagt es #JacobBöhme. Andererseits gibt es nichts, was nicht von Gott käme.

Das ist ein Dilemma, wenn man denn die Exitenz des Bösen nicht grundweg bestreiten will. Eine interssante Idee dazu gibt es im Neuplatonismus: Danach hat das Böse tatsächlich keine eigene Existenz. Da, wo es sich zeigt, ist lediglich ein Mangel an Gutem. Das Böse ist also gewissermaßen ein Ausdruck von Leere.

Ja mehr wir die Welt mit Gutem füllen, desto weniger kann sie uns böse erscheinen...

Ich bin im Streit mit dem Satz “Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse.” (Genesis 8,21). Ich bin aber auch im Streit mit der Ansicht, im Grunde sei jeder #Mensch gut.

#JacobBöhme sagt:

Die böse und die gute Qualität sind “in allen Kräften , in Sternen und Elementen, sowohl in allen Kreaturen ineinander [...] wie ein Ding, und bestehet auch keine Kreatur im Fleische in dem natürlichen Leben, sie habe denn beide Qualtiäten an sich.

Das ist's, was ich wahrnehme. Wir Menschen haben immer beides in uns. Wir können es wahrnehmen und wir können entscheiden, welchen Weg wir gehen. Heute ist der Tag der Entscheidung.

In der Adventszeit 2024 soll dieser Blog weitergeführt werden. Ich habe mir vorgenommen, an jedem Morgen bis zum Weihnachtsfest ca. eine Stunde für geistliche Lektüre zu reservieren. Ich denke an Meister Eckhart, an Jacob Böhme, an biblische Texte... Vielleicht begegnet mir auch etwas, von dem ich heute noch gar nicht ahne, dass ich es lesen will.

Und ich nehme mir vor, am Ende dieser Morgenlektüre jeweils einen Gedanken, der mich beschäftigt hat, hier kurz anzureißen.

Heute ist Sonntag. Der Vierte Advent. Und es ist der 24.12. – Heilig Abend. Ich freue mich, wenn der Vierte Advent nicht schon im Weihnachtstrubel untergeht.

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In der Bibel gibt es einen Satz, der heißt: Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.

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Der Resonanz-Gedanke von Hartmut Rosa hat für mich viel Attraktives. Wie ist das mit der Resonanz und dem Weihnachtsfest?

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Kein schönes Thema? Jedenfalls sicher kein einfaches. Der Tod gehört zum Leben. – Das ist ein banaler Satz. Aber was bedeutet er im Alltag?

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Immer wieder höre ich das Wort Commitment, junge Leute reden davon, wo sie committed sind. Betriebe suchen Mitarbeiterinnen, die sich committen. Ich habe ein bisschen in der Wortbedeutung herum gesucht.

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